Wir, das sind natürlich die Wölfe, Matthias und Birgit, aber auch das ganze Team des Wisentgeheges möchten uns bei allen bedanken, die vor und hinter dem Zaun, hier im Wolfstagebuch und überall anders so großes Interesse an unserer gemeinsamen Arbeit mit und für die Wölfe gezeigt haben. Wir bedanken uns für die große Anteilnahme an diesem Projekt, in dem wir viele schöne, aber auch einige sehr traurige Tage erleben durften bzw. mussten.\r\n\r\nWir wünschen Euch allen eine besinnliche, frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir freuen uns auf ein spannendes 2011 und auf ganz viele tierische Begegnungen im Wisentgehege.\r\n\r\n
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Wölfe lieben den Schnee
\r\nDer erneute Schneefall macht den Wölfen einen Riesenspaß. Vergnügt toben sie in ihrem Gehege herum. Polarwölfin Claire hatte es heute besonders gut: Sie durfte einen Spaziergang durch das Wisentgehege machen. Begleitet von Matthias führte Astrid Lühr aus Wennigsen die junge Wölfin.“Ich habe mir diesen Tag selbst zu Weihnachten geschenkt“, sagt Astrid Lühr. Sie ist fasziniert von den Wölfen und kennt alle mit Namen. „Tala ist aber mein Spezi“, sagt die Wolfspflegerin auf Zeit. Die Timberwölfin bleibt lieber auf Distanz. „Sie war schon als Wolfsjunges eher abwartend“, erinnert sich Matthias. Mit großer Freude und Erleichterung sehen Birigt und Matthias die Entwicklung von Claire. „Sie hat nach dem Tod ihres Bruders Nodin wahnsinnig an Selbstbewusstsein gewonnen und Charakterstärke entwickelt“, sagt Matthias. Aber auch die anderen Wölfe haben sich mental entwickelt: „Das Rudel ist gesund. Alle sind starke Jungwölfe geworden“, freut sich ihr Ziehvater.
07. Dezember: Endlich ein Ergebnis!
40 Tage ist es nun her, dass Nodin in Folge eines Nierenversagens nach 2-tägiger Krankheit und vergeblicher intensiver Behandlung verstarb. Etliche Untersuchungen in verschiedenen Instituten haben wir in Absprache mit unseren Tierärzten in Auftrag gegeben. In den Medien und auch hier im Wolfstagebuch wurde heftig spekuliert, was zu diesem Nierenversagen geführt haben könnte. Zwischendurch mussten wir schon befürchten, am Ende ohne konkretes Ergebnis da zu stehen. Eines der letzten beiden ausstehenden Untersuchungsergebnisse hat uns nun aber doch noch Gewissheit verschafft. Nodin verstarb an Leptospirose. Das Bakterium konnte im Lungengewebe nachgewiesen werden. Damit bestätigt sich die erste Vermutung unseres Tierarztes. Zu Beginn der Untersuchungen konnte in der serologischen Standarduntersuchung von Blut und Urin der Nachweis des Erregers allerdings nicht geführt werden.\r\n\r\nWir sind nun sehr froh, ein Ergebnis zu haben, damit die Ungewissheit und die Spekulationen ein Ende haben. Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich für das große Mitgefühl, dass uns in der schweren Zeit von vielen Menschen entgegengebracht wurde.
04.12.: Der erste Winter
Mit tiefen Minusgraden und Schnee hat der erste Winter für unsere Wölfe begonnen. Denen machen weder Temperaturen noch Schneedecke etwas aus. Bestens vorbereitet, mit einem dicken Winterfell kann man sogar behaupten, der Winter ist DIE Jahreszeit der Wölfe. Es ist toll zu erleben, wie sie ausgelassen im Schnee spielen oder sich in den Ruhephasen einfach einschneien lassen. In letzter Zeit haben die Wölfe mehrfach die Häute von Rotwild erhalten. Das ist natürlich in erster Linie kein Futter, sondern Spielzeug, Statussymbol, Beute und somit allseits das Objekt der Wolfsbegierde. Matthias und Birgit haben in dieser Woche wieder begonnen Spaziergänge mit den Wölfen zu unternehmen. Dabei sind die natürlich an der Leine. Auch in das Programm „Ein Tag als Wolfspfleger“ steigen wir jetzt vorsichtig wieder ein.\r\n\r\n
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22. November: Über 700 Besucher beim Wolfsabend
Der zweite Wolfsabend war eine richtig schöne Veranstaltung. Die Stimmung bei allen Beteiligten war toll. Die Besucher waren interessiert und begeistert bei der Sache. Nach der zum Teil berechtigten Kritik zum ersten Wolfsabend im Oktober, haben wir einige Veränderungen in Ablauf und Organisation vorgenommen. Der Zeitplan war etwas straffer und an den Wolfsgehegen wurde durch Absperrung und Einweisung durch die Helfer unseres Fördervereins sicher gestellt, dass unsere kleinsten Besucher auch richtig sehen konnten. Ganz vielen Dank an die ehrenamtlichen Helfer vom Förderverein, an Birgit und Matthias, die Falkner um Rouven Polep und an Hunde und Herrchen vom Fachverband für Diensthundewesen und der Jägerschaft Springe. Der nächste Wolfsabend ist am 22. Januar, hoffentlich mit Schnee und Vollmond!\r\n\r\nBilder vom Wolfsabend sind in der Fotogalerie unseres Internets zu finden: Wolfsabend Fotos
22. November: Todesursache weiter ungeklärt
Die Ursache für das Nierenversagen von Nodin konnte noch nicht ermittelt werden. Zwei Untersuchungen stehen noch aus. Vielleicht erhalten wir ja noch Gewißheit. Eines wissen wir seit Ende der letzten Woche allerdings sicher. Nodin wurde nicht vergiftet. Das konnte durch ein toxikologisches Gutachten zweifelsfrei geklärt werden.
Normalität im Wolfsrudel
Es war ein sehr ruhiger Tag, gestern im Wisentgehege – November eben. Matthias ist für einige Tag in Ungarn, Erfahrungsaustausch unter Wolfsexperten mit unserem Freund Zoltan Horkai, ich bin allein bei den Wölfen. Ich freue mich über die stürmische Begrüßung von unseren Fünf. Fünf – diese Zahl hat einen schmerzlichen Beigeschmack für mich. Um so mehr freut es mich, dass bei den Wölfen wieder Normalität herrscht. Allen Fünf geht es gut, zum Glück. Es macht Spaß sie beim Toben zu beobachten und ich bin ganz glücklich darüber, dass auch Claire immer mehr bei den Raufereien dabei ist. Natürlich muss sie auch mal einstecken, so wie die Anderen auch. Am Samstag ist unser nächster Wolfsabend, dass komplette Rudel freut sich darauf:-).\r\n\r\n
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Gedanken zum Tod von Nodin
Wer uns in den vergangenen Monaten im Wisentgehege besucht hat und dort das Wachsen unserer Wölfe mitverfolgt hat, oder als Wolfpfleger beziehungsweise Fotograf bei uns und unseren Wölfen war, der kam einfach nicht an ihm vorbei, unserem kleinen Polarwolf Nodin. Kaum Berührungsängste – wurden alle mal mehr und mal weniger stürmisch von ihm begrüßt.\r\nWer genau wie wir sein Herz an diesen wunderbaren Wolf verloren hat, der wird unseren großen Schmerz verstehen.\r\nEs ging alles so schnell und wir, die wir gewohnt sind für unsere Wölfe zu kämpfen, waren machtlos.\r\n\r\n“Um ein anderes Wesen zu verstehen, musst du in ihm leben, bis in seine Träume hinein”\r\nInd. Weisheit\r\n\r\nWir vermissen ihn so sehr…\r\nBirgit und Matthias
29. Oktober: Heute keine Wolfspräsentation
Wegen des Aufbaubetriebs für das Hubertusfest, findet heute keine Wolfspräsentation statt. Das Gleiche gilt auch für die beiden Flugvorführungen im Falkenhof. Wir bitten um Verständnis.
28. Oktober: Polarwolf Nodin ist tot
Leider gibt es eine ganz traurige Nachricht: Der Polarwolfrüde Nodin ist heute am späten Nachmittag gestorben. Seit zwei Tagen war er in intensiver tierärztlicher Behandlung. Bisher wurde ein Nierenversagen festgestellt. Der Wolf wurde zur Sektion in die Tierärztliche Hochschule gegeben, um Genaueres in Erfahrung zu bringen.


