Wenn der Winter sich dem Ende zuneigt, benötigen die Wolfsgehege besonders viel Pflege. Vor allem regnerische Tage, an denen der Boden aufweicht, setzen ihnen stark zu.
Auch die Wölfe tragen ihren Teil dazu bei: Es werden Löcher gegraben, Äste abgerissen, Hütten angeknabbert und Holzstämme auseinandergezogen – an Beschäftigung mangelt es ihnen nicht.
Und damit auch nicht an Arbeit für uns: Unser Arbeitseinsatz ist gefragt. Zum Glück können wir uns dabei stets auf fleißige Helfer verlassen, für die wir sehr dankbar sind
Abschied von Akai
Als uns sein Bruder Makui Ende Februar 2026 verlassen hat, waren wir noch dankbar zu sehen, wie gut es Akai und Tadewi ging. Im Vergleich zu Makui waren bei den beiden kaum Alterserscheinungen zu erkennen.
Umso mehr hat es uns erschüttert, als sich Akai’s Gesundheitszustand quasi über Nacht drastisch verschlechterte. Leider sah unser Tierarzt keinen anderen Weg, als ihn gehen zu lassen.
Der einzige Trost für uns ist, dass Akai ein schönes und erfülltes Leben bei uns hatte.
Wir werden ihn in Dankbarkeit und Zuneigung in Erinnerung behalten.
Update
Ich habe schon sehr lange nichts mehr in unser Wolfstagebuch geschrieben – und doch hätte es so viel zu berichten gegeben.
Wir haben eine schmerzvolle Zeit durchlebt und mussten einige unserer geliebten Wölfe über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Gleichzeitig durften wir aber auch wunderbaren Zuwachs erleben.
Wenn Vierbeiner das eigene Leben bestimmen, dann gehört es zu dem schmerzhaftesten Teil dieser Beziehung, dass irgendwann der Tag kommt, an dem man sie gehen lassen muss. Immer wieder ist es eine leidvolle Erfahrung. So auch am Freitag, dem 27.02.2026, als wir uns von unserem geliebten Makui verabschieden mussten. Nun ist er wieder mit seiner Lomasi vereint, die uns bereits 2024 verlassen hat.
Insgesamt mussten wir im Jahr 2024 acht unserer Vierbeiner gehen lassen – eine Zeit voller Abschiede, Trauer und Erinnerungen.
Doch das Leben bringt nicht nur Abschied, sondern auch neues Glück. 2024 haben Kaja und Mahpee Nachwuchs bekommen. Kaja brachte fünf wunderbare Welpen zur Welt, die inzwischen zu stattlichen Jungwölfen herangewachsen sind. Auch 2025 gab es noch einmal Nachwuchs der beiden. Alle fünf Nachkommen leben inzwischen im Wisentgehege und begeistern dort die Besucher. Was hatten wir für einen schönen Winter.
Naoki und Seattle sind ebenfalls zu beeindruckenden, stattlichen Wölfen geworden. Und wenn ich „stattlich“ sage, dann trifft das ganz besonders auf Naoki zu. Er frisst für sein Leben gern – und das sieht man ihm auch an. Während Wölfe normalerweise aufhören zu fressen, wenn sie satt sind, hat Naoki diesbezüglich eher Ähnlichkeit mit unserem Rottweiler Bodo. Bei ihm hat man jedenfalls oft das Gefühl, dass er immer noch mehr fressen könnte.
So liegen Freude und Abschied oft nah beieinander – und doch sind wir dankbar für jeden einzelnen Moment, den wir mit ihnen teilen dürfen.
Sie wachsen schnell…
Es sind die letzten Tage, die Naoki und Seattle in ihrem kleinen Gehege und unter unserer Obhut verbracht haben.
Diese Nähe ist der Grundstock für unsere zukünftige Beziehung zu den Wölfen.
Seit Sonntag sind sie umgezogen in das Gehege zu Meda und Mato und nun können Seattle und Naoki von den beiden erwachsenen Wölfen lernen, was sie für ihr Wolfsleben brauchen.
Endlich mal wieder Neuigkeiten vom Rudel
Im Oktober 2022 ist Cloudy, unser letzter europäischer Wolf, über die Regenbogenbrücke gegangen. In diesem Frühjahr wäre er unglaubliche 19 Jahre alt geworden. So sehr wir uns gewünscht haben diesen Geburtstag mit ihm zu feiern, so war im Oktober die Zeit erreicht um ihn ziehen zu lassen.
Wir konnten uns nicht an den Gedanken gewöhnen, nun keine Grauwölfe mehr bei uns zu haben. Als Anfang Mai Welpen im Wisentgehege geboren wurden, war schnell klar, dass wir zwei Rüden zu uns nehmen.
Naoki und Seattle sind auf diesem Foto drei Wochen alt und durften das erste Mal ihre „Wolfshöhle“ verlassen.
Gut eine Woche später gab es die erste Fleischmahlzeit.
Es wird geklettert…
gerauft…
Beziehungen werden geknüpft…
und alles wird mit spitzen Zähnen untersucht…
auch wird noch viel geschlafen, um sich von den anstrengenden Erkundungen zu erholen.
Und zu lachen gibt es auch etwas ;))
Ein ganz besonderer Tag
Wir feiern weiter… Makui, Lomasi, Tenja, Akai und Tadewi sind am 04. Mai zehn Jahre und unsere Jungwölfe zwei Jahre alt geworden.
Aber heute feiern wir einen ganz besonderen Geburtstag. Unser Karpatenwolf Cloudy wird stolze 18 Jahre alt. Wir freuen uns riesig, dass er noch bei uns ist und es ihm entsprechend seines Alters noch recht gut geht.
Dabei sah das vor einigen Jahren schon einmal ganz anders aus. Ein Tumor an seiner Vorderhand musste operativ entfernt werden und die Gefahr bestand, das sich der Krebs ausbreitet. Dank der guten Behandlung durch unseren Tierarzt Dr. Kloene hat Cloudy diese Zeit gut überstanden.
In die Jahre gekommen
Gestern haben wir den Geburtstag von unseren Timberwölfen gefeiert. Ganze zwölf Jahre sind sie jetzt alt und wir fragen uns, wo die Zeit geblieben ist.
Mit ihnen haben wir vor zwölf Jahren das Wolfsprojekt gestartet und sie haben uns durch eine tolle Zeit begleitet. Sie haben es zugelassen, dass viele Menschen dem Wolf einmal fellnah kommen konnten.
Wir haben sie gefeiert, es gab ein Geburtstagsständchen und reichlich Hühnerkeulen. Und passend zum ersten April gab es sogar auch noch Schnee.
Nach der Fütterung gab es ein entspanntes Mittagsschläfchen und wie es sich ab einem bestimmten Alter gehört, kann man es sich dabei ruhig ein wenig bequem machen.
Danke an Tanja Schwanke für die Fotos.
Entspannung
Es waren anstrengende Tage, als ein Sturm den nächsten folgte und unsere Nerven waren unglaublich angespannt.
Schon beim ersten Sturm gab es große Schäden am Gehegezaun bei den Polarwölfen. Fünf der Wölfe haben diesen Umstand genutzt und einen kurfristigen Ausflug durch das Wisentgehege unternommen. Matthias, der zu Hause keine Ruhe hatte, war schon gegen 5.00 Uhr morgens im Gehege und bemerkte das die Wölfe fehlten. Es dauert nicht sehr lange, bis alle Wölfe wieder in Sicherheit waren.
Die Sorge um die Wölfe war auch in den nächsten Tagen sehr groß. Es kamen neue Schäden am Gehegezaun dazu, aber glücklicherweise kam kein Tier zu Schaden und es gab auch keinen neuen Ausflug.
Jetzt müssen die Zäune wieder repariert werden und im Gehege gibt es reichlich Aufräumarbeiten.
Frohe Weihnachten
Wir wünschen allen Wolfsfreunden frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein gesundes neues Jahr.
Im Rückblick war 2021 ein sehr tränenreiches Jahr. Wir mussten einige unserer Wölfe über die Regenbogenbrücke ziehen lassen. Mit Lupahn, Topah und Geroni begann 2005 die Zusammenarbeit im Wisentgehege. Alle drei waren 2021 in ihrem siebzehnten Lebensjahr, als es für uns hieß Abschied zu nehmen. Für einen Wolf ein sehr stolzes Alter. Aus ihrem Jahrgang lebt noch Cloudy (Red Cloud), der in uns die Hoffnung wachsen lässt, dass wir 2022 seinen 18. Geburtstag feiern können.
Viel zu früh ist Cheenook, die Schwester von Akai, Makui und Tadewi, im Januar verstorben. Und unsere geliebte Claire hat im Oktober Ihre letzte Reise angetreten. Wir verbinden unzählige schöne Erinnerungen mit diesen Wölfen, so dass sie uns in unseren Gedanken immer begleiten werden.
Hoffnugsvoll blicken wir in das neue Jahr und werden nicht müde, unseren Besuchern den Wolf nahezubringen. Der Wolf, ein faszinierendes Raubtier und weit weg von dem bösen Wolf, der in den Märchen beschrieben wird.
Die jungen Racker
Seit einem Jahr sind Wapi, Jari, Noya und Jacy jetzt im Wisentgehege. Lomasi hat ihnen die Eingewöhnungszeit nicht leicht gemacht und sie sehr streng behandelt. Das war so ganz anders, als sie es bis dahin in Einbeck, in ihrem Elternrudel, gewohnt waren. Inzwischen haben sie sich gut arrangiert und fühlen sich wohl. Besonders das Bad im Teich lieben sie.
Bei der Wolfspräsentation sorgen sie dafür, dass es nicht langweilig wird.
Ihre Schwester Hopi, ist in Einbeck geblieben. Sie hat eine Wachstumsstörung in den Vorderläufen, die ursprünglich operiert werden sollte. Da das Risiko der Operation zu hoch war, haben wir entschieden, darauf zu verzichten. Sie arrangiert sich gut und hat mit Mahpee einen tollen Kumpel an ihrer Seite.
Geronimo und Cheenook, die Eltern der Jungwölfe, habe beide in diesem Jahr ihre letzte Reise angetreten. Während Geronimo stolze 17 Jahre alt geworden ist, hat Cheenook ihren neunten Geburtstag nicht erreicht.
Die Timberwölfe sind jetzt in ihrem zwölften Lebensjahr, man spürt deutlich das sie ruhiger geworden sind.
Fotos: Tanja Schwanke



































