Die Wölfe des Herzens

Diese schöne Überschrift war heute in einer Tageszeitung zu finden…

Anlass des Artikels war der 10. Geburtstag unserer Timberwölfe Nantan, Akela, Tala, Yakima und damit auch des zehnjährigen Bestehens von unserem Wolfsprojekt im Wisentgehege Springe.

(Dieses Foto entstand 2012 , alle vier Timberwölfe sind noch zusammen)

Feiern mussten wir bei schönsten Sonnenschein mit den Wölfen allein. Der Coronavirus bringt alles durcheinander und sicher wird uns dieser 10. Geburtstag allein aus diesem Grund in Erinnerung bleiben.

Es gab einen Geburtstagskuchen und zur Freude der Wölfe Hühnerkeulen, die  sehr beliebt sind.

 

Eine merkwürdige Ruhe

Es ist ein wenig unwirklich in diesen Tagen im Wisentgehege. Und es macht ganz den Eindruck, dass auch die Wölfe spüren, dass etwas anders ist als sonst. Allerschönstes Tierparkwetter und kein Mensch weit und breit.

Wie gewohnt ist einer von uns täglich im Park. Die Wölfe müssen versorgt , die Gehege gesäubert und ganz wichtig, der Kontakt zu den Wölfen aufrecht erhalten werden.

Die Türen waren für die Besucher noch nicht geschlossen, als Paarungszeit war. Und so konnte der eine oder andere Besucher zusammen mit uns beobachten, dass Makui und Lomasi sich verpaart haben. Jetzt spannt uns Lomasi mal wieder auf die Folter und wir sind sehr neugierig, ob es in diesem Jahr Nachwuchs geben wird.

Claire hat die Wintermonate bei uns im Flur zugebracht. Nach der Operation an ihrem Auge, kam noch eine Verletzung an der Pfote dazu. In dieser Zeit hat sie sich mit Bodo, unserem Rottweiler angefreundet. Jeden Tag habe ich Spaziergänge mit diesem ungleichen Paar unternommen. Die intensive Pflege ist Claire gut bekommen und es geht ihr wieder richtig gut.

Wir hoffen sehr, dass die Türen für unsere Besucher bald wieder geöffnet werden dürfen.

 

Ein gesundes neues Jahr

Alle Wölfe sind gut in das neue Jahr gekommen, hier und da gibt es ein paar lautstarke Meinungsverschiedenheiten, aber wen wundert es, die Paarungszeit rückt heran.

Während Tala und Nantan einen Disput austragen, denkt Akela wohl ihr könnt mich mal…

Und kurze Zeit später ist auch Tala schon wieder ganz entspannt!

Und Malo…  wenn er niemanden hat, den er ärgern kann, dann betätigt er sich einfach als Gärtner!

Danke an Tanja Schwanke für die Fotos;-))

Drei wölfische Patienten…

Claire ist nicht zum ersten Mal in unserer Krankenstation. Sie hat sich am Auge verletzt, genau das Auge, in dem vor vielen Jahren schon einmal ein Dorn steckte und dieser operativ entfernt werden musste. Damals konnten wir ihr Auge retten, diesmal leider nicht. Das Auge war zu sehr geschädigt, so dass es in dieser Woche entfernt wurde. Claire kommt damit gut zurecht. Wir nutzen die Zeit, die wir sie jetzt im Käfig haben, um ihre Hinterbeine gezielt zu behandlen. Leider ist sie da nicht besonders stabil.

Patient Nummer zwei ist Chato, unser jüngster Wolf, der Sohn von Geronimo und Cheenook. Zusammen mit seinen Eltern und seinen älteren Geschwistern Chappo und Kaja lebt er bei uns in Einbeck. Bei Chato hatte sich der Darm verdreht, eine üble Sache und ähnlich wie bei einer Magendrehung lebensgefährlich. Zum Glück haben wir es rechtzeitig bemerkt, Dr. Klöne hat ihn operiert und konnte alles wieder richten. Als temperamentvoller Jungwolf war es für ihn besonders schwer einige Tage im Käfig zu verbringen. Aber es war notwendig, damit seine Narbe gut verheilen konnte.

Ähnlich ist es auch bei Nantan, seine Narben müssen verheilen. Dr. Klöne hat eine Vasektomie durchgeführt, so dass es zukünftig nicht mehr notwendig ist, mit einem Hormonchip oder der Pille zu verhüten. Seine Samenleiter wurden durchtrennt. Anders als die Kastration, hat dies keinen Einfluss auf seinen Testosteronspiegel. Für ein paar Tage muss er es jetzt ohne seine Schwestern in unserer Krankenstation aushalten.

Keine Welpen bei Lomasi

Gespannt haben wir in den vergangenen Tagen darauf gewartet, ob sich noch Nachwuchs bei Lomasi und Makui einstellt. Die Anzeichen waren nicht vielversprechend und so hofften wir, dass es ähnlich wie im letzten Jahr, wenigstens ein Welpe sein würde. Doch spätestens als auch am Geburtstag von Malo, am 17.Mai, noch kein Welpe das Licht der Welt erblickt hatte, da war klar, in diesem Jahr wird es keinen Nachwuchs von den beiden geben.

Also werden Matthias und ich weiterhin unser bestes geben, um für Malo als Spielersatz herzuhalten.

Danke an Tanja Schwanke für die Fotos!

 

Geburtstagsgeschenk???

Es dauert nicht mehr lange und Malo, der junge Wilde, wird ein Jahr alt. Vielleicht bekommt er zu seinem Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk.

Auch in diesem Jahr haben wir bei Lomasi und Makui nicht verhütet. Allerdings konnten wir, ähnlich wie im letzten Jahr, die Verpaarung nur ein einziges Mal beobachten. Es bleibt also spannend ob Welpen kommen und wenn ja, wie viele es sein werden.

Für Mola wäre es auf jeden Fall ziemlich toll, wenn er Geschwister bekommen würde.

Wohlfühltemperaturen

Die Wölfe haben sich wohl gefühlt, bei den kalten Temperaturen der letzten Tage.

Unser jüngstes Rudelmitglied Malo, ließ nichts unversucht, Matthias und mich immer wieder vor Herausforderungen zu stellen. Mal sind es unsere Schuhe, die Beine oder Arme, er lässt nicht locker uns immer wieder mal ordentlich zu zwicken.

Doch wenn wir Glück haben, dann findet er ein anderes Objekt der Begierde, wie diesen Ochsenschwanz, mit dem er sich beschäftigt…

…oder mit seinen Eltern darum rangelt.

Fröhliche Weihnachten

Liebe Wolfsfreunde,

wir wünschen Euch von ganzem Herzen fröhliche Weihnachten, eine schöne Zeit mit lieben Menschen (oder Tieren), sowie einen guten Start in ein friedvolles neues Jahr!

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Die Wölfe, die sich in Deutschland immer mehr ausbreiten, mahnen uns, dass es an der Zeit ist, dass der Mensch der Natur wieder etwas zurück geben sollte.

Henry David Thorau

„Wenn ich daran denke, dass die stattlichsten Tiere hier ausgerottet wurden – der …Luchs, Wolf, Bär… der Biber… und so weiter und so fort, kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, als ob ich in einem gezähmten und, wie ich es empfinde, entmachteten Land lebte…

Ich möchte nicht denken müssen, dass irgendein Halbgott vor mir dagewesen ist und einige der strahlensten Sterne gepflückt hat. Ich wünsche mir einen vollständigen Himmel und eine vollständige Erde.“

… das wünschen wir uns auch!!

 

 

Momentaufnahmen

 

Malo ist ein kleiner Racker.

Wenn niemand mit ihm raufen möchte, dann muss er sich schon einmal mit sich selbst beschäftigen.

Und das kan auch Spaß machen… ;-))

Spielzeug gibt es auch genug.

Danke für die schönen Fotos an Peter Lißner!