29.04.2010- Alter der Wölfe: 29 Tage: Ein Tag voller neuer Eindrücke

Neugierde
\r\n\r\nNachdem sich in den letzten Tagen in der Rasselbande eine gewisse Unruhe breitgemacht hatte, entschieden wir uns einen kleinen Außenbereich zu bauen.  Mit Pflanzstäben, Hammer und feinem Maschendrahtzaun bewaffnet gingen wir also ans Werk. In das Gehege legten wir dann Äste und Stöcke verschiedener Baumarten, sowie ein altes T-shirt von Wolfschef Matthias Vogelsang. Kaum in dem Außengehege angekommen, ging es auch schon auf Entdeckungstour. Stöcke, Gras, Moos- alles sehr interessante und ja vor allem neue Gerüche für die Wölfe. So knabberten sie und kauten und rannten und balgten sie sich in ihrem neuen Bereich. Um dieses Erlebnis noch positiver für sie zu gestalten, gab es nun auch noch die heißgeliebte Milch für die Vierbeiner im neugestalteten Außengehege. Doch da Milch einem richtigen Raubtier nicht ausreicht, fütterten wir zum ersten Mal Fleisch dazu. Es gab allerfeinstes Rinderhack. Als hätten sie nie etwas anderes gefressen, verspeisten die Wölfe, zwar nicht sehr energisch, aber doch mit großem Hunger das Fleisch und aalten sich mit ihren Kugelbäuchen in der Sonne. Nun steht also auch (mehr oder weniger) feste Nahrung auf dem Speiseplan…\r\n\r\nWer Hunger hat, der hat auch Durst, früher oder später. Auch das im Napf dargereichte Wasser (abgekocht), nahmen die Wölfe sofort an und schlabberten nach anfänglichen Koordinationsschwierigkeiten eifrig.\r\n\r\nDas Highlight des Tages war dann noch der Besuch des NDR, der all diese neuen Wolfserlebnisse wieder einmal auf Band festhielt.\r\n\r\n
Rennen...juhuuu

28.04.2010: Alter der Wölfe: 4 Wochen

Während der zahlreichen Besuche der (Wolfs-) Freunde von Birgit und Matthias hat die  Rasselbande schon gezeigt, dass sie sich nicht von Fremden erschrecken lassen. Das sind doch gute Voraussetzungen für das zukünftige Leben im Wisentgehege.\r\n\r\nAuch hat sich das Leben in der Küche positiv auf die Wölfe ausgewirkt. All die Geräusche, die dort alltäglich von uns produziert wurden und werden, haben dazu geführt, dass die Vier sehr geräuschfest und nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen sind…\r\n\r\n

27.04.2010- Alter der Wölfe: 27 Tage: Milena

Ab heute haben wir noch mehr Unterstützung in der Wolfaufzucht. Milena ist zu uns gestoßen und hilft nun eifrig bei der Wolfshege- und /pflege. Die Wölfchen kletterten direkt auf ihren Schoß und zeigen keinerlei Scheu.\r\n\r\n

Milena

22.04.2010- Alter der Wölfe: 22 Tage: Girls Day- Berufsorientierungstag

Der diesjährige Girlsday ging auch an unseren Wölfchen nicht vorbei. So stand uns einen Tag lang Gianna als Praktikantin zur Verfügung. Das hieß Milch anrühren, Fläschchen geben, Hinterlassenschaften beseitigen und vor allem einen wuseligen Wolfshaufen in Zaum zu halten …Vielen Dank Gianna für deine Hilfe

20.04.2010: Alter der Wölfe: 20 Tage: Wolfsgebiss

Aua, so sehr die kleinen Wölfe Birgits Füße auch lieben. Irgendwann ist genug. Denn nun ist das Gebiss schon voll ausgebildet. Alle Zähnchen, und sind sie noch so klein, sind sichtbar…und spürbar. Denn kleine Zähne heißen nicht unbedingt schmerzfreie Zähne. Vielleicht könnte man sogar sagen, dass gerade diese kleinen Zähne prädestiniert dazu sind, ihre Spuren in den Armen, Händen, ja und eben auch Füßen ihrer Zieheltern zu hinterlassen. Die Arme sind zerkratzt, nicht zuletzt von den Fütterungen, bei denen die kleinen Wölfe den Milchtritt ausüben, mit dem sie in freier Natur die Milchdrüsen der Mutter stimulieren und in unserem Fall eben einfach die Arme zerkratzen…\r\n\r\nKratzen ist an dieser Stelle ein sehr gutes Stichwort. Der kleine Buffke und sein Schwesterlein Knautschi knurren und murren sehr sehr viel. Auch raufen sich die kleinen Wölfe schon ganz schön ordentlich.\r\n\r\nSehr lustig ist es Knautschi zuzusehen. Sie hat wirklich immer den Schalk im Nacken sitzen und es scheint fast so, als würde sie einen anlachen…\r\n\r\n

Knautschi

16.04.2010: Alter der Wölfe: 16 Tage: Sie können klettern…

…und wie…Kleine Wölfe sind wahre Kletterkünstler. Wenn sie irgendwo nicht bleiben wollen, versuchen sie alles zu geben, um auch dort wegzukommen. Das ist bei kleinen Wölfen genau wie bei Großen der Fall. So fanden wir Knautschi doch tatsächlich nachts 2 Mal außerhalb ihrer Kiste, dafür aber langgestreckt auf dem Bauch liegend im Wohnzimmer auf dem neuen Teppich wieder.\r\n\r\nIn der Scheune stand zum Glück noch die große Transportkiste -ausbruchssicher wohlgemerkt- und schon von früheren Aufzuchten wolfserprobt. Vielleicht erinnern sich einige von Ihnen ja an die vier Springer Wölfe Kira, Taruk, Cochise und Buran, die bereits vor 3 Jahren von Matthias und Birgit mit der Hand aufgezogen wurden.\r\n\r\nGenau diese Box sollte nun das neue Quartier der Wölfe werden. Auch sie wurde mit Handtüchern ausgekleidet und stellte so für die Wölfe eine behagliche Höhle dar.

14.04.2010: Alter der Wölfe: 14 Tage: Ein Experiment

Nachdem wir den Durchfall der Wolfsbande immer noch nicht unter Kontrolle haben, sich aber dafür ein Wäscheberg ohne Gleichen anhäuft, entschieden sich Birgit und Katharina dafür, die Wölfe über Nacht nicht mehr mit ins Bett zu nehmen. Zugegebenermaßen spielte hierbei nicht zuletzt der Gedanke auf einen erholsamen Schlaf eine entscheidende Rolle. Dennoch hieß das die Wölfe alle 4 Stunden zu füttern…Das Experiment ist geglückt, so dass die Wölfe seitdem immer in ihrer Box schlafen.\r\n

mjam…

13.04.2010: Alter der Wölfe: 13 Tage

Juuhuuuu, Knautschi trinkt. Endlich! Wie beruhigend es doch ist, wenn endlich auch das letzte Wolfskind an der Flasche saugt und genüsslich die Welpenmilch trinkt. Schnell sind die Anstrengungen der letzten Tage vergessen, in denen wir immer wieder versucht haben, Knautschi und die anderen zum Trinken zu bewegen. Knautschi haben wir zuletzt sogar mit einer 10 ml Spritze Tropfen für Tropfen die Milch eingeflöst, damit sie wenigstens ein wenig Nahrung zu sich nimmt.\r\n\r\nDie generelle Kalorienaufnahme zeigt schon ihre ersten Folgen. Langsam aber sicher richten sich die Wölfe immer weiter auf und watscheln, zwar noch unbeholfen, aber sehr eifrig hin und her.\r\n\r\nWährend Jogi, der Familienbeagle der Vogelsangs immer noch kein Interesse an den Wölfen zeigt, geht Paula nun aktiv auf die kleinen Wölfe zu und beginnt ihre Genitalien zu lecken (so wie es auch die Wolfsmama tun würde). Wir lernen, dass eine Hundezunge binnen weniger Sekunden das schafft, wofür eine Menschenhand, bewaffnet mit Babyfeuchttüchern und Zewa- Küchenrollenpapier, doch etwas länger braucht.\r\n\r\n

Hill und ein Wolfskind

12.04.2010: Alter der Wölfe: 12 Tage: Hilfe, der Chef ist außer Haus…

Matthias musste heute sehr früh zu einer Wolfstagung aufbrechen und kann erst Mittwoch wiederkehren. So sind Birgit und Katharina allein auf sich gestellt. Schnell zeichnet sich ab, dass Birgit die weltbesten Füße haben muss, so sehen das zumindest die Wölfchen, denn einer nach dem anderen robbt sich vor und knabbert genüsslich an eben diesen. Der Entschluss steht fest: über kurz oder lang muss Spielzeug her.\r\n\r\nOh wie schnell die Wölfchen doch wachsen. Gestern wunderte man sich noch darüber, wie klein die Wölfe sind und heute stützt sich die Lütte schon hoch und versucht auf allen vieren zu krabbeln.\r\n\r\nLeider haben wir den durch die Nahrungsumstellung von Muttermilch zu Milchersatz entstandenen Durchfall noch nicht im Griff. Auch Knautschi macht uns Sorgen. Sie will partout nicht trinken. Alle Bemühungen helfen nichts, sie lehnt die Flasche ab.\r\n\r\nSehr interessant ist auch das Verhalten der Wölfe gegenüber den Hunden und umgekehrt. Wenn Hill, Schäferhund der Familie Vogelsang, und selber noch ein halbes Kind mit seinen 5 Monaten, die Küche betritt, fangen die kleinen wie wild an zu schreien und beginnen auf ihn zu zu robben. Auch auf Hündin Paula reagieren sie ähnlich. Paula beginnt dann zu fiepen, steht jedoch auf und verlässt den Raum. Vielleicht riechen die Wölfe zu sehr nach Wildtier oder es ist einfach zu viel Gewusel.\r\n\r\nImmer öfter finden wir nun die Wölfe unter der Heizung oder hinter den Hundekörbchen (manchmal auch in den Hundekörbchen) liegend vor. Sie scheinen nach einem kuscheligen, geschützten Ort zu suchen, der wohl ihrer Wolfshöhle ähnelt.\r\n\r\n

Wolfsbande im Hundekörbchen