Wolf bleibt Wolf

Auch wenn Claire jetzt hin und wieder mit unseren Beagle Yogi spielen darf, wird ihr Verhalten immer das einer Wölfin bleiben. Es wäre vollkommen falsch bei einem handaufgezogenen Wolf von einem zahmen Wolf zu sprechen.\r\n\r\nWer uns bei unseren Präsentationen aufmerksam zuhört, der hat es bestimmt schon gehört: „Der Wolf ist und bleibt ein Wildtier und ein Beutegreifer, auch Claire“.\r\nNatürlich haben die Wölfe unterschiedliche Charaktereigenschaften, genau wie wir Menschen und Claire hat einen besonders guten Charakter. Kontakt zu ihr aufzunehmen ist nicht leichter oder schwieriger als zu den Timberwölfen, Claire entscheidet wen sie „riechen“ kann und wen nicht.\r\n\r\n

Polarwölfin Claire
\r\n\r\nDrei Operationen müssen verarbeitet werden und dabei helfen wir Claire auf jede erdenkliche Weise. Das das bei einem Wolf nicht immer so einfach ist, konnten wir mehrfach erfahren.\r\nSeit einigen Tagen ist Claire in ihrem Gehege, das direkt an das Gehege unserer anderen Wölfe grenzt. Alle Wölfe können sich sehen und riechen. Direkten Wolfskontakt hat Claire zur Zeit nur zu Topah und Chakka, wenn wir einen von den Beiden zu einem gemeinsamen Spaziergang mit nach draußen nehmen. Der Weg ist das Ziel.

Ein ungleiches Paar

Unterschiedlicher können sie wohl nicht sein, Claire unsere Polarwölfin und Yogi unser Beagle. Normalerweise waren die Beiden nur getrennt in unserem Garten unterwegs, aber Claire suchte immer wieder den Kontakt zu den Hunden.\r\nAm Wochenende unternahmen wir den Versuch, sie mit Yogi zusammen zu bringen. Nachdem Claire erst einmal den merkwürdigen Schwanz und die langen Ohren untersucht hatte, war der Damm gebrochen und sie begannen ein ausgelassenes Spiel.\r\nClaire wird durch das Spiel mit Yogi gefordert und wir erhoffen uns eine positive Auswirkung auf ihren Muskelaufbau. Denn nach wie vor haben ihre Hinterbeine nicht die Stabilität, die wir uns wünschen. An eine Rückkehr in das intakte Rudel der Timberwölfe ist daher leider nicht zu denken.\r\n\r\n

Claire und Yogi
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merkwürdige Ohren

Hautnah mit Wölfen lernen

Silvana und Nantan
\r\n\r\nHallo, ich bin Silvana Tornack. Ich mache hier, im Wisentgehege Springe, bei Matthias, Birgit und den Wölfen ein Praktikum.\r\nNormalerweise studiere ich Biologie an der Martin-Luther-Universität in Halle an der Saale. In diesem Sommer hat mein 8. Semester begonnen und ich fange an mich zu spezialisieren. In diesem Praktikum möchte ich mehr über die Arbeit mit Wölfen erfahren. Dafür, dass ich hier die Möglichkeit dazu bekomme, bin ich sehr dankbar.\r\nIch bin seit dem 22.08.2011 hier und habe noch ca. 5 Wochen vor mir. Die Wölfe sind mir gegenüber sehr neugierig, haben aber auch noch jede Menge Respekt und lassen sich leicht verschrecken.\r\nIch bin sehr gespannt, was ich in den nächsten Wochen alles erleben und lernen werde und auch auf die Veränderung im Verhalten der Wölfe mir gegenüber.

Besuch aus Sachsen

Jana Gensel und Nico Roßkamp hatten sich am Wochenende, aus der Nähe von Dresden, auf den Weg zu uns ins Wisentgehege gemacht. Für Nico ging damit ein ganz besonderer Traum in Erfüllung, drei Stunden als Wolfspfleger, den ihn seine Freundin zum Geschenk gemacht hatte.\r\nUnsere Wölfe zeigten sich von ihrer allerbesten Seite und besonders Tala suchte immer wieder den engen Kontakt zu den beiden Wolfsfreunden.\r\n\r\n\r\nClaire geht es gut, nach wie vor genießt sie Privilegien und unsere Hunde, die bei einem Gang durch das Blumenbeet bestraft werden, sind etwas neidisch. Wenn unser Wolfsrudel sein Geheul anstimmt, dann signalisiert auch Claire, dass sie dazu gehört.\r\n

Wer ist Geroni?

Geronimo
\r\n\r\nDiese Frage findet man unter den Kommentaren der Besucher vom Wolfstagebuch. Vielleicht gibt es noch mehr Besucher, die sich diese Frage stellen und möchte ich sie an dieser Stelle beantworten.\r\nGeroni (Geronimo) ist ein Polartimberwolf der bei uns zu Hause lebt. Er lebt mit Chakka, einer schwarzen Timberwölfin in einem schönen großen Gehege.\r\n\r\nZusammen mit unseren WölfenTopah, Cloudy und Lupah waren auch diese beiden Wölfe vor einigen Jahren schon zu Gast im Wisentgehege. Geroni ist ein besonders großer und stattlicher Wolf, er ist jetzt sieben Jahre alt.\r\n\r\nDie zweite Frage war, ob Claire immer ein Halsband trägt. Nein, nicht immer, wie man sehr schön auf dem Foto sehen kann.\r\n

Wolfsalltag

Die vier Timberwölfe genießen ihren Wolfsalltag und anders als für uns Menschen, sind für sie die kühlen Temperaturen recht angenehm.\r\nTala gewinnt immer mehr an Selbstbewusstsein und immer öfter hat es für uns den Anschein, sie könnte Akela den Platz als Alphawölfin streitig machen. Regelmäßig begüßen die Vier in gewohnt freundlicher Weise die Besucher, die als Wolfspfleger für drei Stunden zu Gast bei uns sind. Was ja längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist.\r\n\r\n

Claire genießt ihren Freiraum
\r\n\r\nClaire entwickelt sich bei der intensiven Betreuung, hier bei uns zu Hause, sehr gut. Sie hat wieder zugenommen und durch die regelmäßigen Spaziergänge kann ich an ihren Hinterläufen auch wieder Muskeln spüren. Wolfskontakt für Claire ist garantiert, jeden Tag besuchen wir unsere erwachsenen Wölfe und die Begrüßung am Zaun ist durchweg positiv.\r\n\r\n
Geroni und Claire
\r\n\r\nMit Geroni liefert sich Claire ab und zu ein kleines Rennen, er im Gehege und sie außen am Zaun.\r\nEinen kleinen Spaziergang zusammen mit Topah haben wir auch schon unternommen.\r\nEs wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die Hinterbeine von Claire wieder so belastbar sind, dass sie einem Wollfsalltag im Rudel stand halten kann, aber wir sind auf einem guten Weg.\r\n\r\n
Wolfsrennen

Zu schwach für das Rudelleben, aber allein im Gehege einsam!

In den letzten Tagen haben wir Claire immer wieder für kurze Zeit zum Rudel der Timberwölfe gelassen. Die Kontaktaufnahme war durchweg positiv. Was aber recht deutlich wurde, dass Claire insgesamt zu schwach ist, um für längere Zeit im Rudel zu bleiben. Spätestens nach zehn Minuten war sie erschöpft und wir haben festgestellt, dass sie dann über ihre Grenzen gehen musste.\r\nEine gründliche Untersuchung von Dr. Kloene hat keinen Befund ergeben, so dass wir davon ausgehen, dass die Gewichtsabnahme von Claire darauf zurückzuführen ist, dass sie sich in ihrem Gehege einsam fühlt. Da mit ihrem Gewicht auch ihre Muskeln schwinden, haben wir beschlossen sie wieder mit zu uns nach Hause zu nehmen.\r\nAuch hier hat sie Wolfskontakt, vorerst nur durch den Zaun. Jetzt ist es wichtig, dass Claire wieder an Gewicht zulegt und es uns gelingt, dass sie wieder Muskeln aufbaut.\r\n\r\n

Muskeltraining im Gartenteich

Ein Pool für Claire

Viele Besucher verfolgen mit großem Interesse das Wohlergehen von unserer Polarwölfin Claire. Manche möchten aktiv ihren Beitrag leisten, so Susanne Brun und Klaus Böttcher.\r\nDie Beiden haben sich viele Gedanken gemacht, wie sie Claire ihren Wolfsalltag noch angenehmer gestalten können. Da Claire es besonders liebt, sich mit kaltem Wasser zu bespritzen, haben sie kurzerhand einen kleinen Gartenteich besorgt.\r\n\r\n

Klaus und Matthias
\r\n\r\nAm Sonntag haben wir uns zu einem kleinen Arbeitseinsatz getroffen und unter der Regie von Claire und mit einigen Schweißtropfen, den Teich in die Erde gesetzt. So kann Claire jetzt, bei den warmen Temperaturen, eine willkommene Abkühlung finden.\r\n\r\n
Claire prüft den Teich
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und zeigt, wo noch nachgearbeitet werden muss.
\r\n\r\nClaire ist jetzt schon seit gut drei Wochen im Wisentgehege, doch leider bleibt der erwünschte Muskelaufbau aus. Ganz im Gegenteil mussten wir feststellen, dass sie in den letzten Tagen bedrohlich abgenommen hat. Gestern waren wir mit ihr bei Dr. Kloene und haben sie gründlich untersuchen lassen. Wenn die letzten Ergebnisse von der Untersuchung vorliegen, werden wir entscheiden, was wir für Claire tun können.

Was macht ein Wolf, wenn es langweilig wird?

Während die vier Timberwölfe munter miteinander raufen, muss Claire sich in ihrer Krankenstation andere Beschäftigung suchen.\r\nNun ist es ja nicht gerade wolfstypisch im Flur zu leben und durch einen Garten spazieren zu gehen. Alles was da nicht wolfssicher verstaut ist, wird genaustens untersucht d.h. mit den Zähnen. Da wird schon mal aus einem Winterpantoffel eine Sommerschlappe gemacht.\r\n\r\n\r\n\r\n oder aus Gieskannen werden wahre Kunstobjekte.\r\n\r\n\r\n\r\n Ganz zu schweigen von den vielen Tulpen- und Osterglockenblüten, die ganz einfach – mir nichts, dir nichts – geköpft werden. Aber wer kann Claire schon böse sein, sie ist und bleibt ein Wolf, auch wenn sie noch so lange bei uns in ihrer Krankenstation bleiben muss.\r\n\r\n 

Neuigkeiten vom Wolfsrudel

Das Wetter zu Ostern war wunderbar und wir konnten viele Besucher zur Präsentation am Wolfsgehege begrüßen. Da Matthias vom Reden oft eine trockene Kehle bekommt, sollte ich ihm eine Flasche Wasser mitnehmen. Wer Wölfe kennt, der weiß das die Flasche das Objekt der Begierde für sie wurde. Besonders Tala hatte es darauf abgesehen und ließ, zur Freude der Besucher, nicht locker.\r\n\r\nTala möchte zu gern die Wasserflasche\r\n\r\n Am Sonntag waren es die Schnürsenkel und Laschen meiner Lederturnschuhe. Nicht das erste Mal hatte es Akela darauf abgesehen, aber diesmal war sie besonders hartnäckig. Und so verließ ich das Gehege nach der Präsentation mit deutlich gekürzten Schnürsenkeln und gekürzten Laschen.\r\n\r\nAkela, ganz entspannt (vor der Tat)\r\nGisela Müller, unsere Wolfsfreundin, war Ostersonntag zu Gast bei unseren Wölfen. Seit 2004 unterstützt sie den Biologen und Wolfsforscher Vladimir Bologov in Russland, der sich für den Schutz und Erhalt der Wölfe dort einsetzt. Sie hat uns die schönen Fotos zur Verfügung gestellt.          www.wolfshilfe.de\r\n\r\nClaire macht ganz leichte Fortschritte. Sie musste sich erst einmal von den drei OP`s erholen, jetzt heißt es Geduld haben. Sie genießt es mit uns im Gras zu liegen und beobachtet alles was sich bewegt.\r\n\r\n

Claire