Unsere Spende für betroffene Nutztierhalter sollte ein Zeichen dafür sein, dass wir sie mit ihren Sorgen nicht allein lassen möchten. Tino Barth betonte bei der Spendenübergabe mehrfach, dass es ihm nicht auf das Geld ankommt, sondern in dieser Angelegenheit nicht allein gelassen zu werden. Das nehmen wir sehr ernst und möchten in Zukunft gemeinsam mit den betroffenen Nutztierhaltern nach Lösungen suchen.

Das Bilder von verletzten oder getöteten Tieren und einer besorgten Mutter nicht dazu beitragen, die Stimmung für den Wolf positiv zu beeinflussen, erklärt sich von selbst. Leider wird in Sendungen wie dieser wenig dazu beigetragen, sachlich richtig über den Wolf aufzuklären. Ganz im Gegenteil werden die Fronten weiter verschärft. Wir werden viele Stunden begleitet und sind bemüht, sachlich zu informieren. Gesendet werden nur Häppchen des Gesagten und manchmal sind diese aus dem Zusammenhang gerissen, so entsteht ein falsches Bild.

Wir sind betrübt darüber, feststellen zu müssen, dass Reportagen wie diese dem freilebenden Wolf mehr schaden als nützen.

Nantan

Foto: Peter Lißner

 

 

5 Kommentare

Karin schrieb am 20. Juni 2016 @ 11:38

Da kann ich nur zustimmen. Leider sind nicht einmal die öffentlich-rechtlichen Sender gewillt, sachlich zu informieren…zeigen lieber „Betroffene“ Mütter, anstatt beim Thema zu bleiben. Die Schäfer fand ich aber gut repräsentiert. Die Wölfe leider gar nicht.

Peter Lißner schrieb am 20. Juni 2016 @ 20:48

Herr Rothaus, ich frage Sie, was Sie mit dieser Reportage bezwecken wollten?
Was soll so eine einseitige Reportage bringen?

Was Ulli Rothaus bei dieser unsachlichen Reportage verzapft hat, muss in mühevoller Arbeit von den Wolfsbefürwortern wieder aufgebaut werden.

Ein bekannter Berliner/Brandenburger Schafzüchter, Knut Kucznik, darf sich vor der Kamera in einer widerlichen, selbstherrlichen Art über den Wolf äußern. Seltsam finde ich, dass sich Herr Kucznik im Netz für ein Miteinander mit den Wölfen und zum Schutz für die Schafe äußert. Herr Kucznik ist übrigens Vorsitzender eines Herdenschutzhundevereins und züchtet auch Herdenschutzhunde. Der böse Wolf als Geldbringer? Welch ein übler Gedanke…
Und dann die besorgte Mutti Frau N. Während sich Frau N. negativ über den Wolf äußert, schaukelt ihr Kind auf einer Gartenschaukel durch das Bild. Herr Rothaus, solche primitiven Filmaufnahmen in solch einen Zusammenhang zusetzen, ist amateurhaft. Wollten Sie auch mit diesen Aussagen und dieser Szene Ängste unter der Bevölkerung verbreiten?
Angeblich wollte Frau N. aus Angst vor Wolfsbefürwortern ihren Namen nicht nennen. Wieso Angst, Frau N.? Sie trugen bei den Aufnahmen eine Kappe mit der Aufschrift „Blaser“. Die Fa. Blaser stellt übrigens Jagdwaffen her… Hat da jemand Angst um fehlende Jagderfolge?

Da sammeln Birgit und Matthias Vogelsang Geld für eine Spende, um mit dieser Spende Schafzüchtern zu zeigen, dass sie auch von Besuchern des Wisentgeheges unterstützt werden. Für mich eine super Geste!
Aber wie äußert sich Herr Rothaus in seiner Reportage dazu: “Immerhin, die Vogelsangs haben gesammelt …“
Immerhin, Herr Rothaus. Die Vogelsangs versuchen mit Sachlichkeit beide Parteien an einen Tisch zu bekommen. Sie, Herr Rothaus, haben an diesen Tisch kräftig gesägt.

Ihre Reportage war schlecht, Herr Rothaus, ganz schlecht!

Floyd-Marius Kobrow schrieb am 21. Juni 2016 @ 18:29

Es ist einfach nur traurig zu sehen, das vieles was wir Wolfsfreunde versuchen, von der heutigen Gesellschaft mit Füßen getreten wird.
Und auch wenn mein Kopf sagt, das, wenn wir immer weiterkämpfen, dieser Kampf irgendwann zu unseren Gunsten entschieden wird, so ist mein Herz doch voller Trauer und der Meinung, das wir diesen Kampf niemals werden gewinnen können…
Zumindest nicht in der Zeit dieser Welt!

Christine Haas schrieb am 25. Juni 2016 @ 17:12

Ich habe diese Reportage auch gesehen und war ebenfalls sehr enttäuscht… Unsere Medien machen leider vieles kaputt!! gewollt oder ungewollt??? Der Wolf hat seinen Platz in der Natur, er spielt eine wichtige Rolle… sowie alle anderen Tierarten auf diesem Planet…

Axel Gross schrieb am 29. Juni 2016 @ 17:29

Spende hin, Spende her. Es entsteht meiner Meinung nach eher der Eindruck, wir Wolfsliebhaber fühlten uns irgendwie mitverantwortlich dafür, dass Wölfe so handeln. Das ist aber doch gar nicht der Fall. Die Fernsehberichte des ZDF sowie des NDR wollen nicht den Eindruck der Neutralität erwecken und tun es auch nicht. Ganz sicher gibt es entschieden mehr Wolffürchter denn Wolfliebhaber. Und diese Gruppe muss bedient werden. – Leider werde ich einen Wolf in freier Wildbahn wohl nie zu Gesicht bekommen. Eigentlich schade. Take care Axel Gross

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